Cyberangriffe ereignen sich regelmässig und treffen Unternehmen aller Grössen. Während viele Organisationen in Prävention und Abwehr investieren, ist die Reaktion auf bereits erfolgte Angriffe oft unvorbereitet und ad hoc. Hier setzt ein spezialisierter Workshop an, der Sicherheitsverantwortliche und IT-Fachleute in Digital Forensics und Incident Response ausbildet.

Digital Forensics beschäftigt sich mit der systematischen Untersuchung von Sicherheitsvorfällen. Dabei geht es darum, Spuren eines Angriffs zu sammeln, zu dokumentieren und auszuwerten. Dies ist nicht nur für die Aufklärung des Vorfalls wichtig, sondern auch für eventuelle rechtliche Verfolgung und versicherungstechnische Ansprüche. Incident Response hingegen umfasst die strukturierte Reaktion auf einen laufenden oder abgeschlossenen Angriff: Wie wird der Zugriff unterbunden? Wie wird das System wiederhergestellt? Wie wird kommuniziert?

Der Workshop vermittelt ein ganzheitliches Verständnis für diese Prozesse. Die Teilnehmer lernen, professionelle Workflows zu entwickeln, die ihre Organisation auf den Ernstfall vorbereiten. Dies umfasst die Planung von Massnahmen, die Schulung von Personal, die Einrichtung von Eskalationsketten und die Zusammenarbeit mit externen Fachleuten und Behörden.

Ein zentraler Aspekt ist die Dokumentation. Im Falle eines Angriffs ist es entscheidend, alle Massnahmen genau zu protokollieren. Dies schafft Transparenz, ermöglicht es, Fehler zu vermeiden, und bildet die Grundlage für Nachbesprechungen und Verbesserungen.

Für ein Schweizer KMU ist es heute nicht mehr ausreichend, nur auf Prävention zu setzen. Die Fähigkeit, schnell und professionell auf Sicherheitsvorfälle zu reagieren, ist ein wesentlicher Bestandteil der IT-Resilience. Ein Workshop wie dieser hilft dabei, Lücken in der internen Kompetenz zu schliessen und ein strukturiertes Handlungskonzept zu entwickeln, das im Notfall Zeit spart und Schäden minimiert.