Microsoft und Amazon Web Services (AWS) arbeiten nun an einer technischen Lösung, die Unternehmen erlaubt, ihre Workloads über beide Cloud-Plattformen hinweg direkt miteinander zu verbinden. Diese Innovation eröffnet neue Möglichkeiten für Organisationen, die ihre Infrastruktur auf mehrere Cloud-Anbieter verteilen möchten.
Bisher war ein direkter Datenaustausch zwischen Azure und AWS nur über das öffentliche Internet möglich, was Latenz-Probleme, zusätzliche Sicherheitsrisiken und höhere Kosten mit sich brachte. Mit der neuen direkten Netzwerkverbindung können Daten schneller und sicherer zwischen den beiden Clouds fliessen, ohne das öffentliche Netz zu durchqueren. Dies ist besonders wertvoll für Anwendungen, die hohe Anforderungen an Geschwindigkeit und Datensicherheit haben.
Die aktuelle Vorschauversion ist auf eine Bandbreite von 1 Gigabit pro Sekunde begrenzt. Dies ist ein Anfang, doch Microsoft und AWS planen vermutlich, diese Kapazität in zukünftigen Versionen zu erhöhen, um auch grössere Datenmengen wirtschaftlich transferieren zu können.
Für KMUs, die mit einer Multi-Cloud-Strategie arbeiten oder dies erwägen, hat diese Entwicklung mehrere praktische Konsequenzen. Sie ermöglicht es, spezifische Workloads bei dem jeweils günstigeren oder besser geeigneten Anbieter zu hosten und dennoch eine effiziente, sichere Vernetzung zu wahren. Unternehmen können damit ihre Cloud-Architektur flexibler gestalten, ohne dabei Performance zu opfern. Dies fördert den Wettbewerb und gibt IT-Verantwortlichen mehr Kontrolle über ihre Infrastrukturkosten und -konfigurationen.
