OpenAI hat GPT-6 Astra präsentiert, eine KI, die in der Lage ist, Computer eigenständig zu bedienen. Das Modell kann auf den Bildschirm "schauen", Benutzeroberflächen verstehen und direkt mit Software interagieren, um Aufgaben selbstständig auszuführen.

In praktischen Tests zeigte sich, dass GPT-6 Astra alltägliche Computeraufgaben bewältigen kann: Download-Ordner organisieren, Mikrofon-Einstellungen beheben, Windows-Konfigurationen durchführen oder Dateien sortieren. Das Modell navigiert durch Menüs, klickt auf Buttons und gibt Eingaben ein, ohne dass ein Mensch eingreifen muss.

Diese Fähigkeit markiert einen Quantensprung in der KI-Automatisierung. Bisherige KI-Systeme konnten zwar komplexe Aufgaben analysieren und Texte verarbeiten, aber nicht direkt mit existierender Software interagieren. GPT-6 Astra überwindet diese Lücke, indem es die grafische Benutzeroberfläche selbst zum Interface nutzt.

Die Implikationen sind erheblich. Dies könnte zu massiver Automatisierung von Routineaufgaben in Unternehmen führen. Helpdesk-Anfragen, Datenmigrationen, Softwarekonfigurationen und Support-Tasks könnten automatisiert werden, was erhebliche Kosteneinsparungen ermöglicht.

Für Schweizer KMU könnte dies transformativ sein. Besonders kleinere Unternehmen, die keine umfangreiche IT-Infrastruktur haben, könnten von solcher Automatisierung stark profitieren. Statt Aufgaben aufzuschieben oder Personal einzustellen, könnten sie KI-gesteuerte Workflows einsetzen. Allerdings stellen sich auch Fragen zu Sicherheit, Datenschutz und Kontrollierbarkeit. Eine KI, die eigenständig am Computer arbeitet, benötigt starke Sicherheitsmechanismen und klare Grenzen.