Streaming-Dienst Spotify intensiviert seinen Kampf gegen die unbefugte Nutzung von Account-Sharing. Das Unternehmen führt eine neue Verifizierungsmassnahme ein, die Nutzer des Familienabos zum Scannen eines QR-Codes verpflichtet. Diese Massnahme ist Teil einer umfassenden Strategie, das Geschäftsmodell des Unternehmens zu schützen, indem verhindert wird, dass Menschen ohne Bezahlung Zugriff auf Premium-Features erhalten.
Das Familienabo von Spotify war ursprünglich ein Angebot, das es mehreren Haushaltsmitgliedern ermöglichte, einen gemeinsamen Abo-Plan zu nutzen, üblicherweise zu günstigeren Preisen als einzelne Premium-Abos. Allerdings nutzen viele Menschen diese Funktion aus, um Freunden oder entfernten Verwandten Zugriff zu geben, ohne dafür zu bezahlen. Dies verursacht Spotify Umsatzverluste.
Die neue QR-Code-Verifizierung funktioniert folgendermassen: Nutzer, die zum Familienabo hinzugefügt wurden, erhalten einen QR-Code, den sie mit ihrem Gerät scannen müssen. Dies soll sicherstellen, dass die Person, die den Account nutzt, tatsächlich zum Haushalt gehört oder zumindest autorisiert ist, den Account zu verwenden. Die Verifizierung wird regelmässig wiederholt.
Die Konsequenzen für Nicht-Compliance sind erheblich. Wer die Verifizierung nicht durchführt, wird nicht nur vom aktuellen Familienabo entfernt, sondern darf auch für zwölf Monate nicht mehr einem anderen Familienabo beitreten. Dies zwingt Nutzer, entweder ein Individualabo zu abonnieren oder warten, bis die Sperrfrist abläuft.
Für Schweizer Nutzer ist dies eine wichtige Änderung, besonders wenn Sie den Familienpass mit Freunden oder Familienmitgliedern teilen, die nicht mit Ihnen zusammenleben. Sie sollten sich bewusst sein, dass Spotify verstärkt die Nutzungsbedingungen durchsetzen wird. Aus geschäftlicher Perspektive ist dies ein Schritt, den viele Streaming-Plattformen unternehmen, um ihre Einnahmen zu schützen und fairer Weise zahlende Kunden zu bevorzugen.
