Google hat eine neue Stable-Version des Chrome-Browsers freigegeben, die eine Reihe von Sicherheitsproblemen behebt. Mit Version 152.0.7977.82 wird ein wichtiges Update für Linux-Systeme zur Verfügung gestellt, das insgesamt zwölf Schwachstellen adressiert.

Die Klassifizierung durch Google ist dabei bemerkenswert: Vier der behobenen Lücken werden als hochriskant eingestuft, was darauf hindeutet, dass diese Schwachstellen von Angreifern aktiv ausgenutzt werden könnten oder ein besonders hohes Schadenpotenzial bieten. Die restlichen acht Lücken sind als mittel- oder niedrigriskant klassifiziert.

Für Unternehmen ist die regelmässige Aktualisierung des Browsers ein zentraler Punkt der IT-Sicherheit. Viele Mitarbeitende nutzen Chrome täglich für Cloud-Anwendungen, E-Mail-Verwaltung und Zugriff auf webbasierte Geschäftssysteme. Eine veraltete Browser-Version kann zum Einfallstor für Malware oder Datenlecks werden.

Das BSI und andere Sicherheitsbehörden empfehlen, Sicherheits-Updates innerhalb von 24 bis 48 Stunden nach Veröffentlichung einzuspielen, sofern es sich um hochrisikante Lücken handelt. Besonders für Systeme, die extern erreichbar sind oder von Mitarbeitenden im Home-Office genutzt werden, sollten Updates priorisiert sein.

Für KMU-Umgebungen ist automatisches Patching ein bewährter Weg: Chrome-Updates können über Gruppenrichtlinien in Windows-Umgebungen oder über Mobile-Device-Management-Systeme zentral gesteuert werden. Regelmässige Browser-Updates sollten Teil einer etablierten Patch-Management-Strategie sein, nicht nur für Chrome, sondern auch für Firefox, Edge und andere genutzte Browser. Ein bewusstes Monitoring und Dokumentation der installierten Browser-Versionen hilft dabei, den Überblick zu behalten.