Die US-Regierung hat ein konsequentes Massstab-Zeichen gegen Tech-Konzerne gesetzt und Microsoft, Adobe und mehrere weitere Technologieunternehmen von einem Fachkräfte-Visa-Programm ausgeschlossen. Dieser Ausschluss bezieht sich auf ein spezielles Green-Card-Programm für internationale Talente, das bisher von Tech-Unternehmen intensiv genutzt wurde.

Die Begründung ist klar: Die betroffenen Unternehmen haben, nach Darstellung der US-Behörden, jahrelang diese Visa-Programme missbraucht. Statt diese Visa als Ergänzung für spezialisierte Talente zu nutzen, die im eigenen Land nicht verfügbar sind, würden sie zur Massenrekrutierung von Fachkräften zu niedrigeren Löhnen eingesetzt. Dies führe letztlich dazu, dass Inländer bei gleicher Qualifikation aus dem Arbeitsmarkt verdrängt werden.

Das EB-5-Green-Card-Programm (Employment-Based, Fifth Preference) und verwandte Visa-Kategorien sind für Arbeitgeber attraktiv, weil sie ermöglichen, unbegrenzt Fachkräfte ins Land zu bringen, die bereit sind, für niedrigere Löhne zu arbeiten als der lokale Arbeitsmarkt vorgibt. Dies setzt Druck auf Lohnstrukturen in der Technologiebranche.

Microsoft und Adobe sind prominente Beispiele, aber nicht die einzigen Betriebenen. Diese Massnahme ist Teil einer breiteren politischen Debatte in den USA über den Schutz von Arbeitsplätzen für US-Bürger. Es gibt Kritiker, die argumentieren, dass die Tech-Industrie echte Talentlücken hat und internationale Rekrutierung nötig ist. Auf der anderen Seite stehen Befürworter dieser Restriktionen, die Arbeitsplatzschutz und faire Löhne für Inländer höher bewerten.

Für IT-Dienstleister und Tech-Unternehmen hat dies bedeutsame Konsequenzen: Die Rekrutierung von US-basierten Talenten wird schwieriger und teurer, wenn diese Programme nicht mehr zur Verfügung stehen. Dies könnte zu erhöhten Arbeitskosten führen, besonders für spezialisierte Rollen. Gleichzeitig kann es die Nachfrage nach Remote-Arbeit und Outsourcing zu internationalen Dienstleistern erhöhen.