Microsoft erprobt einen neuen Ansatz für die Verwaltung von Windows-Systemeinstellungen. Das Projekt Odeon zielt darauf ab, die Windows-Einstellungs-App aus dem Betriebssystem selbst herauszulösen und als separate Anwendung im Microsoft Store zur Verfügung zu stellen. Eine Test-App mit diesem Konzept ist bereits im Microsoft Store aufgetaucht.
Dieser Schritt hätte erhebliche Auswirkungen auf die Art, wie Windows entwickelt und gepflegt wird. Bisher waren System-Einstellungen eng mit dem Betriebssystem selbst verflochten, was bedeutet, dass Änderungen oder Verbesserungen an den Einstellungen an Windows-Versionsveröffentlichungen gebunden waren. Mit der App-basierten Lösung könnte Microsoft Aktualisierungen, Korrektionen und neue Funktionen schneller ausliefern, ohne auf grössere Windows-Updates warten zu müssen.
Für Unternehmensadministratoren bietet dies Vor- und Nachteile. Einerseits ermöglicht es schnellere Sicherheitsupdates und Funktionsverbesserungen. Andererseits fragmentiert es das System-Update-Management: Einige Komponenten erhalten Updates über Windows-Versionsfreigaben, andere über den Store. Dies könnte die IT-Verwaltung komplexer machen, besonders wenn Organisationen starre Update-Richtlinien haben.
Der Ansatz zeigt eine breitere Strategie bei Microsoft, Betriebssystem-Komponenten modularer und aktueller zu gestalten. Dies entspricht Trends bei anderen Betriebssystemen, wo Kernkomponenten durch App-ähnliche Module ersetzt werden. Für IT-Abteilungen wird es wichtig sein, zu beobachten, wie sich diese neue Architektur entwickelt und wie Verwaltungs- und Sicherheitsrichtlinien entsprechend angepasst werden müssen.
