Signal gehört zu den am meisten empfohlenen sicheren Messengern und wird besonders von Organisationen und Privatpersonen geschätzt, die auf Datenschutz Wert legen. Bislang war die Registrierung an eine Telefonnummer gebunden, was für manche Nutzer Hürden darstellte oder Datenschutzbedenken aufwarf.
Mit einer neuen Funktion bietet Signal nun eine Alternative an. Nutzer können den Dienst künftig auch ohne Telefonnummer verwenden. Um diese Möglichkeit zu aktivieren, ist eine einmalige Zahlung von drei US-Dollar erforderlich. Dies ist ein interessanter Ansatz, um einerseits Privacy zu erhöhen und andererseits ein nachhaltiges Geschäftsmodell zu schaffen.
Der Schritt macht Signal noch attraktiver für Nutzer, die ihre Telefonnummern nicht mit Drittanbietern teilen möchten oder die Nummer nur sporadisch verwenden. Gleichzeitig generiert Signal damit moderate Einnahmen, die zur Finanzierung der Open-Source-Entwicklung beitragen.
Für Unternehmen und deren Mitarbeiter kann dies von Relevanz sein. Viele Organisationen nutzen Signal bereits für interne Kommunikation, besonders in Bereichen, wo Sicherheit und Datenschutz kritisch sind. Die Option ohne Telefonnummer eröffnet neue Szenarien: Etwa für firmeninterne Kommunikation, bei der dedizierte Konten sinnvoll sind, ohne dass dabei private Nummern registriert werden müssen.
Wer bereits ein Signal-Konto hat, kann die neue Funktion nutzen, um zusätzliche Identitäten zu erstellen. Dies könnte etwa für Projekt-Teams oder rollen-basierte Kommunikation relevant sein, wo die Trennung von privater und beruflicher Identität gewünscht ist.
