AVM gehört zu den beliebtesten Herstellern von Netzwerk-Equipment für kleine und mittlere Unternehmen sowie Private. Die Fritzbox 6860 5G sollte ein moderner Mobilfunkrouter mit 5G-Anbindung sein, doch seit ihrer Markteinführung kämpft das Gerät mit erheblichen Zuverlässigkeitsproblemen.
Das zentrale Problem betrifft die SIM-Karte und deren Erkennung. Nutzer berichten, dass der Router nicht konsistent die SIM-Karte ausliest, was zu Ausfällen der Internetverbindung führt. Dies ist besonders problematisch in Szenarien, wo Mobilfunk die Backup-Verbindung oder primäre Leitung darstellt, etwa in Büros an Standorten mit unzuverlässlicher Festnetz-Infrastruktur.
Nach 16 Monaten seit den ersten Fehlermeldungen hat AVM immer noch keine verlässliche Lösung bereitgestellt. Firmware-Updates haben das Problem nur teilweise oder gar nicht adressiert. Dies ist unbefriedigend für Nutzer, die auf Basis dieser Hardware ihr Netzwerk aufgebaut haben.
Für Schweizer KMU, die auf Mobilfunk-Redundanz angewiesen sind, ist dies ein wichtiger Punkt. Wer plant, Router mit 5G-Backup zu erwerben, sollte diesen Fall kennen und ggf. auf neuere oder alternative Modelle ausweichen, bei denen solche Hardware-Probleme stabiler gelöst wurden.
Der Fall verdeutlicht auch, wie wichtig es ist, sich vor Anschaffung gut zu informieren und Geräte in einer Testphase zu evaluieren, bevor sie in kritischen Geschäts-Szenarien eingesetzt werden. Häufig zahlt sich die Investition in etablierte, bewährte Hardware mehr aus als der Griff zum gerade aktuellsten Modell.
