Faltbare Smartphones sind für viele Hersteller ein wichtiges Zukunftssegment. Samsung hat mit dem Galaxy Z Fold bereits mehrere Generationen auf den Markt gebracht und verfeinert die Technologie kontinuierlich. Auch Apple plant offenbar ein faltbares iPhone Modell, das iPhone Ultra, wird es aber nicht in grossen Mengen geben können.

Aktuelle Berichte aus der Lieferkette zeigen ein überraschendes Bild: Die Fabriken stellen derzeit nur einige Hundert dieser Geräte pro Tag her, während Apple versucht, Zehntausende täglich zu produzieren, um die Nachfrage zu decken. Dies ist ein massives Produktionsengpass.

Der Grund liegt nicht in mangelnder Kapazität oder fehlenden Rohstoffen, sondern in Apples strenger Qualitätskontrolle. Die faltbare Display-Technologie ist komplex und fehleranfällig. Das biegsame Display muss nach tausenden Faltungen noch funktionieren, die mechanischen Komponenten müssen präzise zusammenpassen, und die Integration in ein hochwertiges Smartphone-Gehäuse stellt hohe Anforderungen. Apple will keine fehlerhaften Geräte in den Markt bringen, auch wenn das bedeutet, dass die Produktion erst einmal sehr gering ausfällt.

Dies hat praktische Konsequenzen: Wer sich ein faltbares iPhone Ultra kaufen möchte, könnte lange Wartezeiten haben. Das Angebot wird knapp sein, die Preise könnten entsprechend hoch ausfallen. Für Unternehmen, die überlegen, solche Geräte für Mitarbeiter anzuschaffen, bedeutet dies: Geduld ist erforderlich, und die Verfügbarkeit wird zunächst sehr begrenzt sein. Dies unterstreicht, dass neue Technologien trotz hochkapitalisierter Hersteller reifen müssen, bevor sie in Massenproduktion gehen können.