Microsoft hat in Windows 11 mit dem Update 26H2 verschiedene Optimierungen bei der Speicherverwaltung umgesetzt, um die Performance auf Geräten mit beschränktem Arbeitsspeicher zu verbessern. Das Ziel ist, Windows 11 auch auf Systemen mit nur 8 GB RAM flüssiger und reaktionsfreudiger zu machen.

Eine der eingeführten Änderungen betrifft die automatische Verwaltung von Hintergrundprozessen und Systemdiensten. Windows wird intelligenter entscheiden, welche Komponenten aktiv geladen sein müssen und welche nicht. Dadurch wird der verfügbare Speicher besser für laufende Anwendungen genutzt.

Zusätzlich hat Microsoft angepasst, wann und wie bestimmte Systemkomponenten automatisch geladen werden. Ein konkretes Beispiel ist die Widgets-Funktionalität, die auf einigen Systemen mit niedriger RAM-Ausstattung nicht mehr standardmässig geladen wird. Dies freut Speicher für andere Aufgaben.

Diese Optimierungen sind wichtig, da viele Nutzer, insbesondere in Schwellenländern und bei älteren Geräten, mit 8 GB RAM arbeiten. Microsoft zielt damit darauf ab, Windows 11 für eine breitere Nutzerschaft zugänglich zu machen und die bisherige Praxis zu durchbrechen, dass neuere Windows-Versionen immer mehr Ressourcen benötigen.

Für KMUs bedeutet dies, dass sie ihre bestehenden Geräteflotten nicht so schnell austauschen müssen. Laptops und Desktops mit 8 GB RAM können länger produktiv eingesetzt werden, was Investitionskosten spart. Die Performance-Verbesserungen ermöglichen es auch, dass Standard-Office-Aufgaben, Videokonferenzen und ähnliche alltägliche Tätigkeiten flüssiger laufen. IT-Administratoren sollten prüfen, ob ein Rollout des 26H2-Updates für ihre Geräteflotte sinnvoll ist.