Pi-hole, eine weit verbreitete Software für netzwerkweite Werbung- und Malware-Blockade, hat ein kritisches Sicherheitsupdate herausgegeben. Das Update behebt mehrere Schwachstellen, darunter eine Befehlsschmuggel-Lücke, die es Angreifern möglicherweise ermöglicht hätte, beliebigen Code auf dem System auszuführen.

Pi-hole funktioniert typischerweise auf einem kleinen Gerät wie einem Raspberry Pi oder einem alten Computer im Heimnetzwerk oder Kleinbetrieb. Es fungiert als DNS-Server und filtert Anfragen, so dass Werbung, Tracker und bekannte Malware-Domains blockiert werden, bevor sie die Geräte im Netzwerk erreichen. Weil Pi-hole solch eine zentrale Rolle in der Netzwerk-Infrastruktur spielt, ist es ein attraktives Ziel für Angreifer.

Die behobene Befehlsschmuggel-Lücke ist besonders kritisch, da sie einem lokalen oder möglicherweise auch aus der Ferne zugänglichen Angreifer erlauben könnte, Code mit den Berechtigungen des Pi-hole-Prozesses auszuführen. Mit solchen Berechtigungen könnte ein Angreifer das gesamte DNS-Filtersystem übernehmen und den Datenverkehr umlegen oder manipulieren.

Weitere in diesem Update behobene Sicherheitslücken betreffen verschiedene Aspekte der Web-Schnittstelle und der Netzwerk-Kommunikation. Die Entwickler haben diese als wichtig eingestuft und dringend empfohlen, dass alle Nutzer das Update einspielen.

Für Schweizer KMU, die Pi-hole zum Schutz ihres Netzwerks einsetzen, ist dieses Update obligatorisch. Der Prozess ist normalerweise einfach: Im Web-Interface von Pi-hole können Sie das Update normalerweise mit einem Klick einspielen. Es ist wichtig, dies zeitnah zu tun, da die Sicherheitslücken nun öffentlich bekannt sind und Angreifer möglicherweise bereits versuchen, sie auszunutzen. Nach dem Update sollten Sie einen kurzen Neustart durchführen oder den Pi-hole-Service neustarten.