Das römische Cybersecurity-Startup Exein hat eine Finanzierungsrunde von 270 Millionen US-Dollar abgeschlossen, was das enorme Investoreninteresse für sein Kernprodukt unterstreicht. Das Unternehmen entwickelt spezialisierte KI-gestützte Sicherheitslösungen für das Internet der Dinge (IoT), also für vernetzte Geräte wie Roboter, Drohnen, intelligente Sensoren und andere Kategorien von eingebetteten Systemen.

Der Fokus von Exein liegt darauf, diese Geräte vor KI-basierten Cyberangriffen zu schützen. Mit der zunehmenden Verbreitung von künstlicher Intelligenz entstehen auch neue Angriffsszenarien: Angreifer können selbst KI-Modelle nutzen, um Schwachstellen in IoT-Geräten auszunutzen oder diese Geräte zu manipulieren. Exein entwickelt daher Gegenmassnahmen, die ebenfalls KI nutzen, um solche Angriffe zu erkennen und zu blockieren.

IoT-Geräte sind für viele Unternehmen zentral, doch oft mangelt es ihnen an robusten Sicherheitsmechanismen. Sie sind häufig ressourcenbegrenzt und laufen lange Zeit ohne Updates. Dies macht sie zu idealen Zielen für Cyberkriminelle, besonders wenn diese KI-gestützte Angriffe nutzen. Eine Kompromittierung von IoT-Geräten kann zu Datenverlust, Netzwerk-Infiltration oder auch zu physischen Schäden führen.

Für Schweizer KMU, die IoT-Geräte in ihrer Infrastruktur einsetzen, beispielsweise in der Produktion, im Facility Management oder in Monitoring-Systemen, wird KI-basierte IoT-Sicherheit zunehmend relevant. Solche Geräte sind oft Schwachstellen in der IT-Sicherheit, da sie nicht wie klassische Computer regelmässig gepatcht werden können. Lösungen wie die von Exein könnten helfen, diese Geräte vor modernen, KI-gestützten Angriffsszenarien zu schützen. Unternehmen sollten daher ihre IoT-Bestände überprüfen und überlegen, wie diese gegen neue Bedrohungsszenarien abgesichert werden können.