In einem bemerkenswerten Schritt der Zusammenarbeit haben sich sechs prominente Entwickler von Open-Source-Softwarelösungen zusammengetan und ein neues Unternehmen gegründet. Die Open Productivity Software GmbH mit Sitz in Berlin konzentriert sich auf die Entwicklung und Kommerzialisierung von OpenDesk, einer produktiven Desktop-Lösung auf Open-Source-Basis.

Diese Initiative ist ein Signal für die zunehmende Reife des Open-Source-Software-Ökosystems. Während Open-Source-Projekte traditionell von verteilt arbeitenden Communities getragen wurden, zeigt dieses Beispiel, wie Unternehmen auch kommerzielle Strukturen aufbauen, ohne ihre Open-Source-Verpflichtung aufzugeben. Dies schafft ein nachhaltiges Finanzierungsmodell für die Entwicklung.

OpenDesk zielt darauf ab, eine vollständig freie und offene Desktop-Umgebung zu bieten, die mit proprietären Alternativen wie Windows oder macOS konkurriert. Dies ist für Organisationen relevant, die ihre IT-Kosten senken möchten und Bedenken bezüglich Datensouveränität und Kontrollierbarkeit ihrer Systeme haben. Mit einer professionellen Organisation hinter der Lösung erhalten Nutzer auch Garantien bezüglich Wartung, Updates und Support.

Für Schweizer Unternehmen und öffentliche Institutionen könnten solche europäischen Open-Source-Alternativen interessant sein. Sie bieten die Möglichkeit, weniger abhängig von amerikanischen Tech-Giganten zu sein und gleichzeitig durch den quelloffenen Charakter Sicherheitsaudits durchzuführen. Die Gründung dieser kommerziellen Entität zeigt, dass OpenDesk auf dem Weg zu einer ernst zu nehmenden Alternative ist, die auch Unternehmenskunden anziehen kann.