Eine bedeutende Erfolgsgeschichte im Kampf gegen Cyberkriminalität: Das FBI hat die DDoS-Angriffs-Plattform «Nightmare Stresser» vom Netz genommen. Diese Plattform war ein zentraler Knotenpunkt für verteilte Denial-of-Service-Angriffe und wurde von hundertausenden Nutzern aktiv missbraucht.
«Nightmare Stresser» funktionierte wie ein Dienst, den man mieten konnte: Für relativ kleines Geld konnten auch unerfahrene Cyber-Kriminelle DDoS-Angriffe auf beliebige Internet-Ziele ausführen, ohne technisches Know-how haben zu müssen. Die Plattform koordinierte dabei riesige Netzwerke von gehackten Computern (sogenannte Botnets), die synchronisiert Anfragen an das Ziel schickten und damit dessen Systeme lahm legten.
Die über 500'000 registrierten Nutzer zeigen das Ausmass dieses Problems: Nicht nur professionelle Cyberkriminelle, sondern auch Schüler und andere Laien konnten damit Unternehmen, Behörden oder Privatpersonen attackieren. Oft wurden solche Angriffe als Erpressung eingesetzt oder aus reiner Destruktivität durchgeführt.
Für KMU ist dies eine wichtige Erinnerung an die Notwendigkeit von DDoS-Schutz. Ein DDoS-Angriff kann einen Online-Shop, einen Web-Server oder andere Internet-Dienste für Stunden lahmlegen und damit erhebliche wirtschaftliche Schäden anrichten. Professioneller DDoS-Schutz durch spezialisierte Dienstleister oder durch die Zusammenarbeit mit einem guten ISP sollte Teil der Sicherheitsstrategie sein. Gleichzeitig zeigt die Erfolgsgeschichte des FBI, dass internationale Strafverfolgung im Cyberspace möglich ist und langfristig wirkt.
