Das KI-Unternehmen Anthropic hat eine Sicherheitsmassnahme durchgeführt und eine Anzahl von Claude-Nutzern aus ihren Konten ausgeloggt. Der Grund: Anthropic hat festgestellt, dass Anmeldedaten dieser Nutzer möglicherweise durch sogenannte Infostealer-Malware kompromittiert wurden.

Infostealer sind eine Klasse von Schadsoftware, die spezialisiert darauf ist, Anmeldeinformationen und sensible Daten zu stehlen. Sie greifen auf Passwörter zu, die in Browser gespeichert sind, auf Cookies, auf Kreditkartendaten oder andere vertrauliche Informationen. Betroffene Nutzer merken oft nicht, dass ihr Computer infiziert ist.

Anthropics proaktive Massnahme ist sinnvoll: Durch das erzwungene Logout wird das Risiko reduziert, dass jemand mit den gestohlenen Anmeldedaten auf die Konten zugreift. Die betroffenen Nutzer werden angewiesen, ihre Passwörter zu ändern und ihre Geräte auf Malware zu überprüfen.

Dieser Vorfall unterstreicht mehrere wichtige IT-Sicherheitsaspekte. Erstens: Malware ist ein alltägliches Risiko, das nicht nur Unternehmen betrifft, sondern auch Privatnutzer. Zweitens: Sicherheit bei Online-Diensten hängt auch von der Sicherheit der Endbenutzer-Geräte ab. Ein starkes Passwort nutzt nichts, wenn der Computer bereits mit Malware infiziert ist. Drittens: Unternehmen sollten proaktiv überwachen, ob Benutzer-Anmeldedaten in Sicherheitsvorfällen kompromittiert wurden. Für KMU ist es wichtig, Mitarbeiter über das Risiko von Infostealern aufzuklären und zu empfehlen, zuverlässige Antimalware-Software zu nutzen.