Lenovo hat mit Project Swan ein ungewöhnliches Laptop-Konzept vorgestellt. Der Gedanke dahinter: Was, wenn das Display eines Notebooks nicht fest eingebaut wäre, sondern sich auf Knopfdruck vergrössern liesse? Das Konzept sieht vor, dass sich das Display horizontal ausfahren lässt und dabei gleichzeitig seine Seitenverhältnisse ändert.
Im eingeklappten Zustand hat Project Swan ein 14-Zoll-Display mit standardmässigen Proportionen. Wird das Display ausgezogen, wächst die Diagonale auf 17 Zoll und das Bildschirmformat wird zu einem Ultra-Wide-Format mit 21 zu 9 Pixeln. Dies ermöglicht deutlich mehr Displayfläche ohne das Gerät dabei zu vergrössern oder zu beschweren.
Das technische Konzept ist ambitioniert. Bewegliche Display-Komponenten sind anfällig für Verschleiss, und die Mechanik muss sehr zuverlässig sein. Auch die Elektronik muss sich an unterschiedliche Display-Grössen anpassen können. Lenovo ist in Konzept-Phase, echte Produktverfügbarkeit ist noch nicht absehbar.
Die Idee hat Vorteile für bestimmte Nutzergruppen: Kreative, Code-Entwickler und Power-User profitieren von mehr horizontalem Platz. Zwei Fenster nebeneinander, oder ein Code-Editor mit breiter Ansicht, werden deutlich komfortabler. Gleichzeitig bleibt das Gerät im zusammengeklappten Zustand kompakt genug für Mobilität.
Für die Praxis bei KMU-Nutzer: Solche erweiterten Displays könnten Produktivität tatsächlich erhöhen, insbesondere im Remote-Work oder bei viel Multitasking. Allerdings sind diese Konzepte teuer in der Entwicklung und Herstellung. Erst wenn die Technologie reift und Massenproduktion möglich ist, werden solche Geräte bezahlbar. Bis dahin bleiben sie Prototypen und Nischen-Innovationen.
