Die US-Behörde CISA (Cybersecurity and Infrastructure Security Agency) hat vor aktuellen Angriffen gewarnt, die auf alte, aber teilweise immer noch ungefixt vorhandene Schwachstellen abzielen. Besonders betroffen sind Apache Struts, der DNS-Server BIND und das FTP-Serversoftware ProFTPD. Viele dieser Lücken sind bereits mehrere Jahre alt, werden aber von Angreifern gezielt ausgenutzt.

Das Bemerkenswerte an dieser Warnung ist die Tatsache, dass manche dieser Vulnerabilities schon lange bekannt sind und Patches verfügbar wurden. Dennoch finden Angreifer in der Praxis immer noch ungepatxte Systeme vor. Dies deutet darauf hin, dass der Patchprozess in vielen Organisationen unzureichend ist oder dass Systeme in Betrieb sind, für die kein reguläres Update-Management betrieben wird.

Apache Struts ist ein weit verbreitetes Java-Framework für Webanwendungen und wird in zahlreichen Enterprise-Umgebungen eingesetzt. BIND ist der Standard-DNS-Server in der Internet-Infrastruktur, und ProFTPD wird häufig auf Datei-Servern betrieben. Schwachstellen in diesen Komponenten können potenziell zu Datenverlust, Systemübernahme oder Netzwerkstörungen führen.

Für KMU-IT-Abteilungen ist das die klassische Lektionsaufgabe: Zunächst sollte inventarisiert werden, welche Systeme Apache Struts, BIND oder ProFTPD verwenden. Danach gilt es, den aktuellen Patch-Stand zu überprüfen und fehlende Updates zeitnah zu installieren. Die Behörde hat entsprechende Hinweise publiziert, welche Versionen betroffen sind. Besonders wichtig ist dies für Systeme, die direkt aus dem Internet erreichbar sind oder kritische Unternehmensfunktionen erfüllen.

Diese Warnung unterstreicht erneut, wie entscheidend ein strukturiertes Patch-Management ist. Wer regelmässig Updates einfährt und ein Inventar seiner Software pflegt, ist vor solchen Angriffen deutlich besser geschützt.