Das Python-Projekt arbeitet an einer perspektivischen Änderung seiner Infrastruktur. Auf der Agenda steht, dass Python ab 2029 nicht mehr hauptsächlich in C gebaut werden soll, sondern die Programmiersprache Rust zur Nutzung kommt. Allerdings handelt es sich dabei vorerst um einen vorgeschlagenen Fahrplan, nicht um eine endgültige Entscheidung. Die Python-Community muss dem Vorhaben noch formal zustimmen.

Diese Initiative zeigt einen längerfristigen Trend in der Softwareentwicklung. Rust wird zunehmend als eine moderne, sicherere Alternative zu C und C++ wahrnimmt, insbesondere wegen seiner starken Memory-Safety-Garantien. Speicherlecks und Pufferüberläufe, typische Anfälligkeitsklassen in C-basierten Systemen, sind in Rust durch Designprinzipien schwer umzusetzen.

Der Umstieg würde allerdings keine grundlegende Änderung an der Programmiersprache selbst bedeuten. Python-Code würde weiterhin identisch laufen. Es wäre eine innere, infrastrukturelle Umgestaltung der Implementierung. Dies könnte langfristig zu sichererem und wartbarerem Code in der Python-Laufzeitumgebung führen.

Für Unternehmen, die Python intensiv nutzen, hat dies mittelbare Auswirkungen. Eine in Rust neu geschriebene Python-Laufzeitumgebung könnte potenziell schneller und sicherer sein. Dies könnte bedeuten, dass Python-Anwendungen in Zukunft mit besserer Performance und weniger Sicherheitslücken auf Laufzeit-Ebene arbeiten. Allerdings ist der Prozess langfristig geplant und wird Jahre in Anspruch nehmen. KMU sollten diese Entwicklung beobachten, müssen aber nicht unmittelbar handeln. Wichtiger ist es, Python-Abhängigkeiten und Bibliotheken regelmässig zu aktualisieren, um sicherzustellen, dass keine bekannten Sicherheitsmängel vorhanden sind.