Motorola betritt mit dem Signature 27 Neuland im Bereich Privacy und Security. Das kommende Flaggschiff-Smartphone wird als erstes Modell des Herstellers offiziell GrapheneOS unterstützen, ein spezialisiertes Betriebssystem, das auf Sicherheit und Datenschutz ausgerichtet ist.

GrapheneOS ist eine quelloffene Android-Alternative, die auf den Schutz von Nutzerdaten und gegen Überwachung konzipiert ist. Das System entfernt Google-Dienste, die bei Android standardmässig eingebunden sind, und ersetzt sie durch offene Alternativen oder gar keine äquivalenten Dienste. Nutzer haben damit volle Kontrolle über ihre Daten.

Das Signature 27 nutzt als Prozessor den Snapdragon 8 Elite, das Top-Modell von Qualcomm. Dies ist die Hardware-Ebene, auf der solche Systeme laufen. Die Kombination aus moderner, leistungsstarker Hardware und einem Privacy-fokussierten Betriebssystem macht das Gerät interessant für Nutzer, die Sicherheit und Leistung nicht als widersprüchliche Anforderungen sehen.

GrapheneOS ist bislang hauptsächlich auf Google Pixel Phones verfügbar gewesen, da Google und die GrapheneOS-Entwickler gut zusammenarbeiten. Dass nun auch Motorola dabei ist, bedeutet, dass der Security-fokussierte Smartphone-Markt diversifizierter wird.

Für wen ist das Signature 27 interessant? Vor allem für Nutzer, die ihre Privatsphäre ernst nehmen und nicht bereit sind, dass ihr Smartphone ständig Daten an Google oder andere Konzerne sendet. Auch IT-Sicherheitsprofis und Journalisten sind oft an solchen Geräten interessiert.

Für KMUs ist dies weniger direkt relevant, es sei denn, die Oragnisation hat hohe Sicherheitsanforderungen und möchte ihren Mitarbeitern auch private Geräte mit höherer Kontrolle ermöglichen. Dennoch zeigt die Initiative, dass der Markt für Privacy-fokussierte Systeme wächst.