Microsoft verteilt aktuell Vorschauversionen für Windows 11 Updates, die neue und entfernte Funktionen testen, bevor sie in den regulären Patchday einfliessen. Eine dieser Änderungen ist bemerkenswert und möglicherweise kontrovers: Die Funktion zur lokalen Migration von PC zu PC wird eingestellt.
Die lokale PC-zu-PC Migration ist ein Werkzeug, das es Nutzern ermöglicht, ihre Daten, Einstellungen und Programme von einem alten Computer auf einen neuen zu übertragen, ohne dass die Daten das eigene Netzwerk verlassen. Dies ist besonders wichtig für Organisationen mit hohen Datenschutzanforderungen und für Nutzer, die ihre Daten nicht in der Cloud speichern möchten.
Mit der Entfernung dieser Funktion zwingt Microsoft Nutzer faktisch, bei Gerätewechseln auf Cloud-Dienste wie Microsoft OneDrive oder andere cloud-basierte Lösungen zu verlassen. Dies hat mehrere Implikationen: Erstens verlassen Daten das lokale Netzwerk. Zweitens fallen potenzielle Kosten für Cloud-Speicher an. Drittens müssen Nutzer dem Cloud-Service vertrauen, was nicht für alle Datenkategorien oder Organisationen akzeptabel ist.
Die Änderung wird in die kommenden regulären Windows-Updates einfliessen. Für Unternehmen mit strengen Datenrichtlinien oder für Bereiche wie Medizin oder Rechtswesen, wo Daten nicht in fremde Clouds gehen dürfen, ist dies problematisch.
Für IT-Administratoren bedeutet dies, dass sie alternative Lösungen finden müssen, falls die lokale Migration wichtig für sie ist. Verschiedene Third-Party-Tools bieten solche Funktionalität an, oder Organisationen können auf ältere Windows-Versionen zurückgreifen, die die Funktion noch haben.
KMUs sollten diese Änderung bei ihrer IT-Planung berücksichtigen. Wenn die Organisation auf lokale Datenmigration angewiesen ist, sollten entsprechende Vorkehrungen getroffen werden, bevor die Funktionalität endgültig entfernt wird.
