Am 21. Oktober 2026 wurden zwei kritische Sicherheitslücken in PHP öffentlich gemacht, die unter dem Namen php2shell bekannt sind. Diese Schwachstellen ermöglichen es Angreifern, auf anfälligen Webservern beliebigen Code auszuführen und diese dadurch vollständig zu kompromittieren.

Das besonders Beunruhigende: Die Anfälligkeit betrifft PHP-Versionen der letzten zwanzig Jahre. Dies bedeutet, dass sowohl modernere als auch ältere Installationen betroffen sind, sofern sie nicht unmittelbar gepatcht werden. PHP läuft auf schätzungsweise über 77 Prozent aller Websites weltweit, was das Ausmass dieser Sicherheitslücke verdeutlicht.

Die Lücken ermöglichen es Angreifern, über relativ einfache HTTP-Anfragen Code einzuschleusen, der dann auf dem Server mit hohen Privilegien ausgeführt wird. Dies kann zur Installation von Malware, zum Diebstahl von Daten oder zur Übernahme des gesamten Systems führen.

Für Schweizer Unternehmen und ihre IT-Dienstleister ist sofortige Handlung erforderlich. Alle PHP-Installationen sollten überprüft und auf die neuesten verfügbaren Versionen aktualisiert werden. Viele Hosting-Provider haben bereits Patches bereitgestellt, allerdings nicht alle. Besonders Betreiber eigener Webserver müssen jetzt aktiv werden und ihre Systeme prüfen und updaten.

Es wird empfohlen, zuerst eine Liste aller PHP-Installationen in der Infrastruktur zu erstellen, diese auf Anfälligkeit zu testen und anschliessend systematisch zu aktualisieren. Für die Zeit bis zum vollständigen Patch sollten zusätzliche Überwachungsmassnahmen aktiviert werden, um verdächtige Zugriffe frühzeitig zu erkennen.