Multipass ist ein leichtgewichtiger Virtual-Machine-Manager von Canonical, der es vor allem Entwicklern ermöglicht, schnell und unkompliziert Linux-Umgebungen hochzufahren, ohne komplexe Virtualisierungssoftware konfigurieren zu müssen. Mit einem einfachen Befehlszeilenbefehl lässt sich eine komplette Ubuntu-Instanz starten.

Die neue Version 1.17.0 bringt nun eine Erweiterung, auf die viele Nutzer gewartet haben: Neben Ubuntu können Entwickler jetzt auch Debian und Fedora als Basis-Betriebssysteme wählen. Das bedeutet mehr Flexibilität für Teams, die auf unterschiedlichen Linux-Distributionen arbeiten oder ihre Entwicklungsumgebung besser an Produktivumgebungen angleichen möchten.

Diese Erweiterung ist praktisch relevant, da viele Unternehmen nicht nur auf Ubuntu setzen. Manche verwenden Fedora für ein aktuelleres Set an Software-Versionen, während andere Debian wählen, weil es stabiler und konservativer in der Versionierung ist. Entwickler, die lokal testen müssen, wie ihre Anwendungen auf diesen Distributionen laufen, sparen sich damit Umschweife: Sie können die gleiche Distribution lokal mit Multipass nutzen, die sie später produktiv einsetzen.

Besonders für kleinere Entwicklungsteams und Startups, die mit begrenzten Ressourcen arbeiten, ist Multipass attraktiv. Der geringe Overhead ermöglicht es, mehrere Instanzen parallel zu laufen, ohne dass die Entwicklermaschine überfordert wird. Die Unterstützung weiterer Distributionen macht das Tool vielseitiger und für mehr Entwickler interessant.

Mit dieser Erweiterung positioniert sich Multipass stärker als neutrales Entwicklungswerkzeug, das nicht an eine einzelne Distribution gebunden ist. Das ist ein wichtiges Signal für Linux-Communities und Entwickler ausserhalb des Ubuntu-Ökosystems.