Die Voice-Funktion von ChatGPT ermöglicht es Nutzern bereits, mit dem KI-Modell in natürlicher Sprache zu sprechen. OpenAI arbeitet nun daran, diese Funktion massiv zu erweitern: Aus einem reinen Gesprächspartner soll ein digitaler Agent werden, der tatsächliche Arbeitsaufgaben in verbundenen Diensten durchführen kann.
Die neue Funktionalität soll Nutzern ermöglichen, Aufgaben durch natürlichsprachliche Befehle an ChatGPT zu delegieren. Konkrete Beispiele: "Schreib eine E-Mail an meinen Chef mit dem aktuellen Projektstand", "Erstelle einen Termin nächsten Montag um 14 Uhr in meinem Kalender" oder "Sende eine Nachricht an mein Team über Slack". ChatGPT würde diese Befehle dann tatsächlich ausführen, indem es sich in die entsprechenden Dienste integriert.
Dies erfordert allerdings neue Sicherheits- und Integrationsmechanismen: ChatGPT muss Zugriff auf diese externe Dienste haben (E-Mail, Kalender, Slack etc.), und der Nutzer muss ChatGPT explizit diese Berechtigungen erteilen. OpenAI wird hier mit gängigen Authentifizierungsmechanismen arbeiten, um sicherzustellen, dass nur authentifizierte und autorisierte Zugriffe stattfinden.
Der Vorteil für Nutzer liegt auf der Hand: Weniger manuelle Klicks, schnellere Ausführung von Routineaufgaben, und eine natürlichere Interaktion mit dem Computer über Sprache. Allerdings entsteht auch eine neue Verantwortung: Wenn ChatGPT plötzlich E-Mails versenden oder Kalender manipulieren kann, müssen Nutzer und Unternehmen sicherstellen, dass diese Berechtigungen wirklich gewollt sind und nicht missbräuchlich genutzt werden. Für KMU könnte dies ein Doppelspross sein: Einerseits Effizienzgewinn, andererseits die Notwendigkeit, klare Richtlinien zur Verwendung von AI-Agenten im Unternehmen zu etablieren.
