China hat angekündigt, seine Exportkontrollen für strategisch wichtige Technologien deutlich zu verschärfen. Im Fokus stehen insbesondere Lösungen im Bereich künstliche Intelligenz und Solarenergie. Diese Massnahmen sollen verhindern, dass sensible Technologien unkontrolliert das Land verlassen.
Die neue Regelung ist Teil einer breiteren Strategie Pekings, seine technologische Souveränität zu wahren und gleichzeitig Wettbewerbsvorteile zu sichern. Während viele Details noch in Vorbereitung sind, haben erste Bestimmungen bereits jetzt Gültigkeit erlangt. Unternehmen, die mit China Geschäfte machen, müssen sich auf diese neuen Anforderungen einstellen.
Besonders im KI-Bereich zielt China darauf ab, den Export von fortgeschrittenen Systemen und Algorithmen zu limitieren. Dies betrifft nicht nur Hardware, sondern auch Software, Trainingsmodelle und Know-how. Für Unternehmen, die KI-Lösungen einführen oder von chinesischen Anbietern beziehen, könnte dies zu Engpässen führen.
Ähnlich verhält es sich bei Solaranlagen und verwandten Technologien. China dominiert global die Solarindustrie und nutzt nun Exportkontrollen als strategisches Instrument. Das könnte Preis- und Verfügbarkeitsverwerfungen verursachen.
Für Schweizer IT-Dienstleister und ihre KMU-Kunden ist dies auf mehreren Ebenen relevant. Erstens können sich Lieferzeiten für spezialisierte Hardware verlängern, die von chinesischen Herstellern stammt. Zweitens könnten KI-Lösungen, deren Training oder Technologietransfer aus China stammte, schwieriger zu beschaffen sein. Drittens sollten Unternehmen ihre Compliance-Prozesse überprüfen, um sicherzustellen, dass sie diese neuen Exportbestimmungen befolgen. Langfristig könnte dies zu einer Diversifizierung von Lieferketten führen, ist aber kurzfristig ein Risikofaktor für Projektplanungen.
