Der Messaging-Dienst WhatsApp hat eine neue Sicherheitsfunktion angekündigt, die bei ersten Nutzern bereits ausgerollt wird. Die App wird künftig das Betriebssystem des Smartphones überprüfen und die Funktion blockieren, falls die OS-Version zu alt ist. Dies ist ein konsequenter Schritt, um Sicherheitsrisiken zu minimieren.
Alte Betriebssystem-Versionen enthalten üblicherweise bekannte Sicherheitslücken, für die der Hersteller keine Updates mehr bereitstellt. Wenn ein Nutzer sein Telefon nicht aktualisiert, bleibt sein Gerät anfällig für Exploits. WhatsApp möchte damit verhindern, dass die App auf derartigen unsicheren Systemen läuft, da dies Benutzer und auch die WhatsApp-Infrastruktur gefährden könnte.
Die gute Nachricht ist, dass WhatsApp noch immer ältere Versionen wie Android 6 unterstützt. Das bedeutet, dass nicht sofort Millionen von Nutzern mit veralteten Geräten abgeschnitten werden. Allerdings werden sehr alte Versionen schrittweise nicht mehr funktionieren. Dies betrifft vor allem Besitzer alter Smartphones, die keinen Hersteller-Support mehr erhalten.
Für KMU-Umgebungen ist dies ein wichtiger Signal. Smartphones und Tablets im Geschäftsumfeld sollten regelmässig aktualisiert werden, nicht nur wegen WhatsApp, sondern wegen der grundsätzlichen Sicherheit. Ein Mitarbeiter-Smartphone mit veralteter Software kann ein erhebliches Sicherheitsrisiko darstellen, insbesondere wenn darauf E-Mails, Kundendaten oder geschäftliche Kommunikation laufen. Unternehmen sollten eine Richtlinie haben, die regelmässige Betriebssystem-Updates für alle Geräte vorsieht. Mit dieser Massnahme signalisiert WhatsApp seinen Nutzern nachdrücklich: Sicherheit erfordert ständige Aktualisierungen.
