Libreboot, das quelloffene BIOS-Projekt, hat eine wichtige Erweiterung seiner Funktionalität ankündigt: Ab sofort können Nutzer ihre Systeme per UEFI booten, was moderne Betriebssysteme wie Windows 11 auf breiter Basis ermöglicht. Dies ist ein wichtiger Schritt für die Praktikabilität von freier Firmware.

Bisher war Libreboot hauptsächlich auf ältere Bootmethoden angewiesen, was den Einsatz auf modernen Systemen einschränkte. Mit der UEFI-Unterstützung können Nutzer jetzt auch neuere Hardware und aktuelle Betriebssysteme nutzen, während sie von der Kontrolle und Transparenz freier Firmware profitieren.

Parallel hat Libreboot auch seine Hardware-Unterstützung deutlich erweitert. Mehr Laptop- und Desktop-Modelle können nun mit dem Projekt genutzt werden. Allerdings vermerkt das Projekt, dass für einige dieser neu unterstützten Systeme derzeit noch Selbstbaul-Optionen notwendig sind, das heissen, Nutzer müssen die Firmware selbst installieren. Mit der Zeit werden Hersteller voraussichtlich mehr Geräte mit Libreboot ab Werk anbieten.

Freie Firmware wie Libreboot ist wichtig für IT-Sicherheit und Unabhängigkeit. Während herstellereigene BIOS/UEFI-Implementierungen oft Closed-Source und schwer zu analysieren sind, bietet Libreboot volle Transparenz. Sicherheitsauditoren können den Code überprüfen, potentielle Schwachstellen werden sichtbar, und Nutzer haben echte Kontrolle über die untere Ebene ihres Systems.

Für KMUs und Security-bewusste Organisationen könnte Libreboot interessant sein, insbesondere in Hochsicherheits-Szenarien oder bei der Vermeidung von Herstellerabhängigkeit. Es ist jedoch wichtig zu verstehen, dass die Installation derzeit noch technisches Know-how erfordert und dass Nutzer die Verantwortung für Updates selbst tragen.