PaperCut NG/MF ist eine weit verbreitete Software für Druck- und Ausgabenmanagement in Unternehmen, Schulen und Behörden. Sie erlaubt zentrale Verwaltung von Druckern, Tracking von Nutzer-Druckaufträgen, Kostenkontrolle und Zugriffsverwaltung. Die Aktualität dieser Software ist für viele Organisationen essentiell.

Der Hersteller hat kürzlich Sicherheitsupdates für PaperCut NG und PaperCut MF (die modernen und älteren Versionen) veröffentlicht, die kritische Schwachstellen beheben. Diese Lücken wurden von Sicherheitsforschern identifiziert und es gibt Hinweise, dass sie bereits von Angreifern in der Praxis ausgenutzt wurden.

Ohne Details zu den spezifischen Vulnerabilities zu nennen, gelten für PaperCut-Systeme ähnliche kritische Risiken wie für alle zentralisierten Verwaltungssysteme: Ein Angreifer, der PaperCut kompromittiert, könnte Zugriff auf Druckinhalte (möglicherweise sensible Dokumente), Nutzerdaten und Netzwerk-Konfigurationen erlangen. Zudem könnte der Angreifer das System als Pivoting-Point für weitere Netzwerk-Eindringung nutzen.

Organisationen, die PaperCut einsetzen, sollten sofort: 1. Installierte PaperCut-Versionen inventarisieren 2. Updates von der PaperCut-Website herunterladen 3. In einem kontrollierten Wartungsfenster aufspielen 4. Logs auf verdächtige Aktivitäten prüfen

Für KMU-IT-Administratoren ist PaperCut oder ähnliche Druck-Management-Lösungen oft „invisible Infrastructure". Sie werden installiert, und dann kümmert sich lange keiner darum, bis ein Sicherheitsproblem auftritt. Regelmässige Audits aller Systeme, auch die „langweiligen", sind daher wichtig. Druck-Infrastruktur ist Teil der IT-Sicherheitsperimeter.