Ein erhebliches Datenleck bei Valve, dem Entwicklungs- und Vertriebsunternehmen der Spieleplattform Steam, ist ans Licht gekommen. Sicherheitsforscher gelang es, über einen alten und längst vergessenen API-Endpunkt insgesamt 12 Terabyte an Daten abzurufen. Diese Datenmenge ist beachtlich und enthält sensible Informationen, die Valve hätte schützen sollen.
Die abgerufenen Daten offenbaren Details zu verschiedenen Spielprojekten, die Valve im Laufe der Jahre begonnen, aber nicht fertiggestellt oder veröffentlicht hat. Dies umfasst Informationen zu Konzepten, Designs und möglicherweise auch Code-Fragmente. Für ein Unternehmen wie Valve, das an der Vorderkante der Spieleentwicklung tätig ist, stellt dies einen Verlust von Geschäftsgeheimnissen dar.
Das Sicherheitsleck zeigt ein häufiges Problem in der IT-Infrastruktur: Legacy-Systeme und alte APIs werden oft vergessen oder nicht ordnungsgemäss abgeschaltet. In diesem Fall blieb ein alter Daten-Endpunkt offen, obwohl er längst nicht mehr aktiv genutzt wurde. Niemand hatte diese alte Schnittstelle auf dem Schirm, um sie zu sperren oder zu schützen.
Für Unternehmen jeden Grösse ist dies ein warnendes Beispiel: IT-Infrastruktur muss regelmässig überprüft und gewartet werden. Alte API-Endpunkte, Legacy-Systeme und veraltete Zugänge sollten systematisch dokumentiert und deaktiviert werden. Für Schweizer KMU mit langjährig gewachsener IT-Infrastruktur ist dies besonders relevant. Eine regelmässige Inventarisierung aller Daten-Schnittstellen und deren Zugriffskontrolle kann solche peinlichen Vorfälle verhindern. Dies gehört zu den Grundlagen von IT-Sicherheit und Datenschutz.
