Der britische Hersteller Raspberry Pi Foundation hat Preiserhöhungen für zwei seiner populärsten Single-Board-Computer angekündigt. Besonders betroffen sind die 2-GByte-RAM-Versionen von Raspberry Pi 5 und Raspberry Pi 4, bei denen die Preise um bis zu 23 Prozent angehoben werden. Dies ist ein Zeichen wachsender Druck auf Hardware-Hersteller durch gestiegene Rohstoff- und Fertigungskosten.

Die Raspberry Pi Boards sind im Hobbybereich, in der Ausbildung und in professionellen Anwendungen weit verbreitet. Sie werden für IoT-Projekte, Medienserver, Automatisierung, Überwachungssysteme und unzählige andere Anwendungen eingesetzt. Die 2-GByte-Variante ist das Einstiegsmodell und wird häufig für klassische Projekte gewählt, bei denen volle Rechenpower nicht nötig ist.

Die genauen Preiserhöhungen sind je nach Region und Distributor unterschiedlich, aber die 2-GByte-Versionen sind besonders betroffen. Grund sind nicht nur allgemeine Inflationseffekte, sondern auch die anhaltenden Halbleiter-Versorgungsketten-Probleme. Speicher ist ein global umkämpfter Rohstoff, der Preis ist nicht zu kontrollieren.

Für Unternehmen und Maker, die auf Raspberry Pi als Kosteneffizienz-Komponente setzen, bedeutet dies eine Umkalkulation zukünftiger Projekte. Alternativen wie andere ARM-basierte Boards könnten an Attraktivität gewinnen. KMU-Betriebe, die IoT- oder Edge-Computing-Lösungen mit Raspberry Pis realisieren, sollten ihre Projektbudgets überprüfen und möglicherweise Beschaffungen vorziehen, bevor weitere Preiserhöhungen drohen. Gleichzeitig könnten höherwertige Raspberry-Pi-Modelle (4GB, 8GB) und mehr Rechenpower pro Euro interessanter werden.