Eine kritische Sicherheitslücke in Broadcom-basierten WLAN-Chips stellt eine Bedrohung für Millionen von Routern dar. Der Fehler existiert bereits seit etwa 16 Jahren, wurde aber erst jetzt entdeckt und öffentlich gemacht. Dies bedeutet, dass unzählige Netzwerkgeräte in Haushalten, Kleinbetrieben und Büros derzeit angreifbar sind.
Das besonders Besorgniserregende an dieser Schwachstelle ist die Art des Angriffs: Eindringlinge benötigen nicht einmal das WLAN-Passwort, um einen Router zu kompromittieren. Sie können die Lücke ausnutzen, indem sie spezielle Netzwerkpakete über WLAN versenden. Dies ermöglicht ihnen, Code auf dem Router auszuführen und damit Kontrolle über das gesamte Netzwerk zu erlangen.
Ist ein Router erst einmal kompromittiert, können Angreifer zahlreiche bösartige Handlungen durchführen. Sie können den Datenverkehr aller Geräte im Netzwerk überwachen, Malware verbreiten, Benutzer auf gefälschte Websites umleiten oder sensible Informationen abfangen. Besonders problematisch ist, dass die meisten Nutzer solche Angriffe nicht bemerken würden, da sie im Hintergrund stattfinden.
Betroffen sind Router von verschiedenen Herstellern, die Broadcom-Chips verwenden, darunter viele gängige Modelle von Asus, D-Link, Netgear und anderen. Viele ältere Router sind besonders gefährdet, da sie möglicherweise nie Sicherheitsupdates erhalten haben.
Für Schweizer KMU ist dies eine ernsthafte Warnung. IT-Verantwortliche sollten dringend handeln: Zunächst sollten Sie die Router in Ihrem Unternehmen inventarisieren und überprüfen, ob Hersteller-Updates verfügbar sind. Falls nicht, sollten betroffene Geräte baldmöglichst durch aktuelle Modelle ersetzt werden. Zusätzlich empfiehlt es sich, die Zugriffskontrolle im WLAN zu verstärken und die Netzwerke gründlich auf ungewöhnliche Aktivitäten zu überwachen.
