Linus Torvalds, der finnische Softwareingenieur, der 1991 den Linux-Kernel als studentisches Hobby-Projekt startete, war Keynote-Sprecher beim Open Source Summit Europe in Prag. Das Evento bot ihm eine Gelegenheit, die 35-jährige Geschichte von Linux zu beleuchten und die Entwicklung dieses weltweit einflussreichsten Open-Source-Projekts zu reflektieren.

Linux hat sich von einem kleinen Hobby-Projekt zu einer fundamentalen Säule der globalen IT-Infrastruktur entwickelt. Heute läuft Linux auf Millionen von Servern, Cloud-Plattformen, mobilen Geräten (Android basiert auf Linux), Embedded-Systemen und IoT-Geräten. Die Erfolgsgeschichte ist eng verwoben mit dem Open-Source-Gedanken: Transparent, kollaborativ und von der Gemeinschaft getrieben.

Torvalds hat durch sein Führungsprinzip und seinen pragmatischen Stil massgeblich zum Erfolg beigetragen. Er zeigte bereits in den Anfangstagen, wie ein komplexes Projekt durch dezentralisierte Zusammenarbeit, kontinuierliche Integration von Community-Beiträgen und fokussiertes Testen gelingen kann. Diese Prinzipien sind auch heute noch gültig und haben Vorbildcharakter für viele andere Open-Source-Projekte.

Für KMU-Dienstleister ist Linux eine immense Chance. Der Kernel und die rund herum entstandene Ökosystem von Linux-Distributionen ermöglichen kostenlose, transparente und sichere IT-Infrastruktur. Dienstleister können ihre Kunden damit beraten, proprietäre Systeme durch Linux-basierte Alternativen zu ersetzen, Kosten zu sparen und gleichzeitig strategische Unabhängigkeit zu gewinnen. Die Tatsache, dass Linux auch nach 35 Jahren aktiv entwickelt wird und kontinuierlich modernisiert wird, unterstreicht die Stabilität und Zukunftssicherheit dieser Plattform. Für viele KMU ist Linux die technische Grundlage ihrer digitalen Infrastruktur.