Die Messaging- und Kommunikationsplattform WhatsApp führt ein neues Feature namens "Gastanrufe" ein, das die Barriere zur Teilnahme an Calls deutlich senkt. Nutzer, die keinen WhatsApp-Account haben, können künftig über einen Browser direkt an Audio- oder Videoanrufen teilnehmen, die andere WhatsApp-Nutzer initiieren.

Dies funktioniert über einen einfachen Mechanismus: Ein WhatsApp-Nutzer generiert einen Einladungslink zum Anruf und teilt diesen mit der Person, die teilnehmen soll. Diese kann dann den Link im Browser öffnen und sich dem Anruf anschliessen, ohne die WhatsApp-Applikation installieren zu müssen oder sich anmelden zu müssen. Dies ist besonders praktisch für ad-hoc-Calls mit Personen, die nicht im regelmässigen WhatsApp-Kontakt stehen.

Aus technischer Sicht zeigt dies, wie moderne Web-Standards wie WebRTC die Realisierung nahtloser Kommunikation ermöglichen. WhatsApp setzt hier darauf, dass browserbasierte Calls den Einstiegshürde verringern und die Plattform zugänglicher machen.

Für Schweizer KMU könnte dieses Feature von Vorteil sein, besonders in Kontexten, wo externe Stakeholder, Kunden oder Partner schnell zu Calls hinzugezogen werden müssen. Es reduziert die Notwendigkeit, dass alle Teilnehmer WhatsApp installiert haben müssen. Allerdings sollten Organisationen beachten, dass Gastanrufe weniger Sicherheitsfunktionen bieten können als reguläre WhatsApp-Calls. Für sensitive interne Kommunikation sollte weiterhin auf vollständige Accounts gesetzt werden. Das Feature ist aber eine praktische Ergänzung für externe Kommunikation und Support-Szenarien.