Angesichts wachsender Risiken durch unbemannte Flugobjekte und zunehmender Cyberangriffsaktivitäten haben deutsche Sicherheitsbehörden ein intensiviertes Beratungsprogramm für Unternehmen der kritischen Infrastruktur aufgelegt. Diese Firmen erhalten kostenlose professionelle Unterstützung bei der Identifikation von Schwachstellen und der Implementierung von Gegenmasnahmen.
Die kritische Infrastruktur (KRITIS) umfasst Bereiche wie Energie- und Wasserversorgung, Telekommunikation, Transport und Logistik sowie Gesundheitswesen und Finanzsektor. Diese Sektoren sind essentiell für die Funktionsfähigkeit einer modernen Gesellschaft und sind daher besonders attraktive Ziele für Angreifer, seien diese kriminell, aktivistisch oder staatlich motiviert.
Drohnen werden als potenzielles Werkzeug zur Aufklärung von KRITIS-Objekten oder zur physischen Sabotage betrachtet. Parallel dazu steigt die Zahl und Sophistiziertheit von Cyberangriffen auf diese Systeme kontinuierlich. Die Behörden erkennen, dass eine koordinierte Reaktion erforderlich ist, um diese dual-threat-Szenarios effektiv zu adressieren.
Die Beratungsangebote umfassen typischerweise eine Sicherheitsbewertung der existierenden Infrastruktur, eine Risikoanalyse und konkrete Empfehlungen zur Stärkung der Resilienz. Für Schweizer KMU, insbesondere solche, die kritische Funktionen erfüllen oder als Zulieferer in KRITIS-Bereichen tätig sind, sollte dies ein Signal sein, die eigene Cyber- und physische Sicherheit zu überprüfen. Regelmässige Sicherheitsaudits, Mitarbeiterschulung und ein funktionierender Notfallplan sind unerlässlich. Auch sollten Unternehmen mit relevanten Behörden koordinieren, um Zugriff auf solche Beratungsangebote oder Best-Practice-Informationen zu erhalten.
