Der Umgang mit künstlicher Intelligenz wird zum zentralen Politikthema in den USA und darüber hinaus. Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom hat mit einer Executive Order Stellung bezogen und setzt damit ein klares Zeichen gegen die Politik der Trump-Administration.
Während Präsident Trump Künstliche Intelligenz unter dem Begriff «Superintelligenz» zu rahmen versucht und damit eine bestimmte politische und wirtschaftliche Agenda verbindet, macht Kalifornien deutlich, dass es eine andere Herangehensweise an KI-Regulierung bevorzugt. Die Executive Order des Gouverneurs zielt darauf ab, in Kalifornien strengere Standards und Kontrollmechanismen für KI-Systeme zu etablieren.
Diese politische Auseinandersetzung ist nicht nur eine Frage von Definitionen. Sie berührt grundlegende Fragen: Wie reguliert man KI? Wer trägt Verantwortung für KI-Fehler? Welche Schutzstandards sind notwendig? Wer profitiert von KI und wer trägt die Risiken? Kalifornien als Zentrum der Tech-Industrie hat grosses Gewicht: Viele führende KI-Unternehmen sind dort ansässig oder haben dort bedeutende Operationen.
Für europäische und Schweizer Unternehmen ist dies wichtig zu verfolgen. Die USA und insbesondere Kalifornien prägen KI-Regulierung weltweit. Europäische Unternehmen müssen ohnehin mit dem europäischen AI Act rechnen, aber US-amerikanische Regulierung beeinflusst auch Global Player. KMU sollten sich bewusst machen, dass KI-Compliance in Zukunft ein wichtiges Thema wird und unterschiedliche Regional-Vorschriften beachten müssen.
