OpenAI hat angekündigt, dass die nächste Generation seiner Sprachmodelle, GPT-6, signifikante Verbesserungen bei der Unterstützung von Programmiersprachen bringen wird, die für grosse Sprachmodelle (LLMs) bisher schwierig waren. Besonders erwähnt werden C und COBOL sowie weitere spezialisierte Sprachen, die in Legacy-Systemen und Enterprise-Umgebungen weit verbreitet sind.
Die Verbesserungen basieren auf intensiven Trainingsmassnahmen, die es dem Modell ermöglichen, die spezifischen Syntaxen, Idiome und Besonderheiten dieser Sprachen besser zu verstehen und zu generieren. Dies ist technisch bedeutsam, da viele dieser Sprachen völlig unterschiedliche Paradigmen verfolgen als die modernen Sprachen, auf denen GPT-Modelle ursprünglich trainiert wurden.
Für die Softwareentwicklung hat dies erhebliche Implikationen. COBOL etwa wird noch immer in Millionen von Zeilen Code in Banken, Versicherungen und Behörden eingesetzt. Eine bessere KI-Unterstützung könnte Entwickler produktiver machen, ohne dass eine komplette Neuschreibung dieser Systeme notwendig ist. Auch C ist nach wie vor fundamental für Betriebssysteme, eingebettete Systeme und Performance-kritische Anwendungen.
Für KMU bedeutet dies, dass KI-Assistenten bei der Softwareentwicklung künftig auch für Legacy-Systeme hilfreich werden könnten. Dies könnte den Personalbedarf für Wartung und Erweiterung solcher Systeme senken und gleichzeitig Code-Qualität verbessern. Allerdings bleibt zu beachten, dass KI-generierter Code gründlich getestet und reviewt werden muss, insbesondere in sicherheitskritischen und regulatorischen Kontexten.
