Volkswagen hat einen bedeutenden Deal mit Microsoft abgeschlossen, bei dem der Konzern seinen Mitarbeitern weltweit Zugang zu Copilot gewährt. Dies betrifft etwa 330.000 Angestellte des Unternehmens und ist einer der grössten unternehmensweiten Rollouts eines KI-Assistenten in der Automobilindustrie.
Das Deployment von Copilot zielt darauf ab, die Produktivität von Mitarbeitern in verschiedenen Bereichen zu erhöhen. Der KI-Assistent kann bei administrativen Aufgaben, Dokumentenerstellung, Datenanalyse und Problemlösung unterstützen. Für ein diversifiziertes Unternehmen wie Volkswagen, das von Ingenieurwesen über Fertigung bis zu Verwaltung reicht, können KI-Assistenten erhebliche Effizienzgewinne bringen.
Die zeitliche Nähe dieses Announcements zu Diskussionen über Tarifverträge und Arbeitsplatzabbau ist bemerkenswert. Volkswagen hatte angekündigt, dass bis zu 110.000 Arbeitsplätze gestrichen werden könnten und diverse Tarifverträge zu kündigen. Die Einführung von KI-Tools wird in diesem Kontext von einigen Beobachtern als Vorbereitung auf eine weitere Automatisierung und Effizienzsteigerung interpretiert.
Für KMU, die ähnliche KI-Technologien einsetzen möchten, zeigt das VW-Beispiel, dass grossflächige Implementierungen möglich sind, erfordern aber sorgfältige Planung. Wichtig sind dabei Schulung der Mitarbeiter, klare Richtlinien zur Datenverarbeitung und Datensicherheit, sowie Überlegungen zu Arbeitsabläufen und Rollen. Auch kleinere Unternehmen können von KI-Assistenten profitieren, sollten aber verstehen, dass dies nicht einfach nur technische Implementierung ist, sondern auch Change Management und Organisationsentwicklung erfordert.
