Microsoft sperrt ab Januar 2027 die Nutzung des ReFS-Dateisystems (Resilient File System) auf tragbaren Speichermedien wie USB-Sticks und externen Festplatten unter Windows 11. Diese Entscheidung betrifft alle Nutzer, die ihre Wechseldatenträger mit dem Microsoft-eigenen Format formatiert haben. Das ReFS-System war eigentlich als robustere und fehlertolerante Alternative zu NTFS gedacht und bot erweiterte Funktionen für die Datensicherung und -integrität.

Die genauen Gründe für diese Blockade hat Microsoft bislang nicht ausführlich erläutert. Allerdings wird vermutet, dass der Konzern damit die Fragmentierung bei Dateisystem-Unterstützung reduzieren und Kompatibilitätsprobleme minimieren möchte. ReFS blieb im praktischen Einsatz jedoch weniger verbreitet als erhofft, was die technische Wartung aus Microsofts Perspektive möglicherweise unrentabel machte.

Für Nutzer, die bereits ReFS-formatierte Datenträger verwenden, gibt es allerdings Möglichkeiten, diese weiterhin zu nutzen. Windows 11 wird zwar keine neuen ReFS-Partitionen mehr zulassen, aber bestehende Laufwerke lassen sich in den meisten Fällen in andere Formate wie NTFS oder exFAT konvertieren. Wer seine Daten vorher sichern und neu formatieren möchte, sollte dies noch vor dem Stichtag tun.

Für kleine und mittlere Unternehmen hat diese Massnahme hauptsächlich eine administrative Bedeutung: Falls Backups oder portable Speicherlösungen auf ReFS basieren, sollten IT-Verantwortliche ihren Bestand überprüfen und gegebenenfalls Migrationspläne erstellen. Die Umstellung auf NTFS oder exFAT erfolgt aber üblicherweise ohne Datenverlust und ist technisch unproblematisch, solange sie rechtzeitig geplant wird.