Die US-amerikanische Cybersecurity and Infrastructure Security Agency (CISA) hat eine dringende Warnung vor laufenden Cyberangriffen auf bekannte Sicherheitslücken in den Produkten von Fortinet und BeyondTrust ausgegeben. Diese Schwachstellen werden von Angreifern aktiv ausgenutzt, um in Unternehmensnetze einzudringen und möglicherweise Kontrolle über kritische Infrastruktur zu erlangen.

Fortinet ist ein führender Hersteller von Firewall- und Netzwerksicherheitslösungen, die weltweit in tausenden Unternehmen eingesetzt werden. BeyondTrust produziert Remote-Access- und Privileged-Access-Management-Software, die für viele Organisationen zentral für die IT-Administration ist. Dass beide Firmen gleichzeitig zum Ziel von aktiven Exploits werden, deutet auf organisierte und gut koordinierte Angriffskampagnen hin.

Die CISA hat betroffene Organisationen aufgefordert, ihre Systeme sofort auf Indikatoren für Kompromittierung zu prüfen und die verfügbaren Sicherheits-Patches einzuspielen. Die Agentur hat diese Lücken auch in ihre öffentliche Datenbank kritischer Sicherheitsmängel aufgenommen, was darauf hindeutet, dass die Anfälligkeit weit verbreitet und leicht ausnutzbar ist.

Für Schweizer KMU ist diese Warnung von direkter Bedeutung, besonders wenn sie Fortinet-Firewalls oder BeyondTrust-Lösungen für den Remote-Zugriff nutzen. Eine zeitnahe Patcheinspielung ist essentiell, um Ransomware-Infektionen oder Datendiebstahl zu verhindern. IT-Abteilungen sollten auch ihre Sicherheits-Monitoring-Systeme verstärkt auf verdächtige Aktivitäten überprüfen und ggf. externe Sicherheitsexperten hinzuziehen, wenn sie nicht sicher sind, ob ihre Systeme bereits kompromittiert wurden. Dies ist ein Fall, bei dem schnelle Reaktion den Unterschied zwischen einem abgewehrten Angriff und einer Katastrophe machen kann.