Ein kritischer Exploit-Code für Plex Media Server ist öffentlich verfügbar geworden. Die als Plex2Shell bekannte Angriffsmethode erlaubt es Cyberkriminellen, Malware direkt auf einem Plex-Server einzuschleusen und damit potenziell Kontrolle über das gesamte System zu erlangen. Plex ist eine weit verbreitete Multimedia-Verwaltungssoftware, die es Nutzern ermöglicht, ihre persönliche Mediensammlung zu streamen und zu organisieren.
Da der Exploit-Code nun öffentlich zugänglich ist, wird mit einer massiven Zunahme von Angriffen gerechnet. Cyberkriminelle können diese Information schnell und einfach in grosser Skala nutzen, um eine Vielzahl von Plex-Servern zu kompromittieren. Das ist besonders problematisch, weil viele dieser Server nicht kontinuierlich überwacht werden und Administratoren möglicherweise nicht sofort bemerken, dass sie gehackt wurden.
Die Sicherheitsforschergemeinde empfiehlt Plex-Nutzern dringend, ihre Software sofort auf die neueste verfügbaren Version zu aktualisieren. Plex hat entsprechende Sicherheitspatches veröffentlicht, die die bekannte Schwachstelle schliessen. Es ist also zwingend notwendig, dass die Aktualisierung schnellstmöglich durchgeführt wird.
Besonders KMU, die Plex für interne Medienverwaltung oder als Teil ihrer IT-Infrastruktur einsetzen, sollten ihre Server sofort überprüfen und patchen. Ein kompromittierter Plex-Server kann als Einfallstor für weitere Angriffe auf das Unternehmensnetzwerk dienen. IT-Verantwortliche sollten ausserdem ihre Systeme auf verdächtige Aktivitäten überprüfen und ggf. Backups prüfen, um sicherzustellen, dass keine Malware dort gelagert ist. Wer unsicher ist, kann auch externe Sicherheitsprofis zur Überprüfung heranziehen.
