Vintage-Computing hat eine aktive Community: Liebhaber historischer Computer erhalten diese in Betrieb, nutzen sie zum Arbeiten oder bloss zum Spielen. Ein neues Projekt zeigt, dass solche alten Geräte auch modernen Sicherheitsstandards entsprechend ins Netz integriert werden können.
Selectric-256 ist ein Hardware-Projekt, das einen ESP32-Mikrocontroller nutzt, um Vintage-Computern WLAN-Konnektivität zu bieten. Der Name bezieht sich auf die IBM Selectric, eine legendäre Kugelkopf-Schreibmaschine aus den 1960ern, die teilweise als Ein-/Ausgabegerät für alte Computer genutzt wurde.
Das System vermittelt nicht nur Internetverbindung, sondern implementiert auch MQTT-Protokoll und Verschlüsselung. MQTT ist ein leichtgewichtiges Messaging-Protokoll, das auf eingeengten Geräten läuft. Die Verschlüsselung stellt sicher, dass die Kommunikation nicht in Klartext über Funknetzwerke gesendet wird. Mit Selectric-256 können beispielsweise Apple II oder Commodore 64 sicher mit anderen Systemen kommunizieren.
Das ist nicht bloss eine technische Spielerei: Es demonstriert, dass man mit modernen Komponenten auch ältere Systeme retroaktiv absichern kann. Das Konzept zeigt Möglichkeiten für kleine und ressourcenbeschränkte Geräte auf. Für Unternehmen mit Legacy-Systemen kann dies interessant sein. Es gibt Wege, alte, bewährte Infrastruktur mit modernen Sicherheitsfunktionen auszustatten, ohne alles neu zu bauen. Dies spart Investitionen und nutzt vorhandenes funktionales Wissen.
