In der Mobilfunk-Industrie ist bekannt, dass höhere Frequenzen Vorteile und Herausforderungen mit sich bringen. Das 6-GHz-Band bietet theoretisch höhere Datenraten und mehr Kapazität, aber es hat ein wesentliches Problem: Die Funk-Wellen werden bei so hohen Frequenzen schneller absorbiert, was zu einer kürzeren Reichweite führt. Das macht es schwierig, 6-GHz-Netze flächendeckend auszubauen, besonders in ländlichen Gebieten.
Huawei, einer der weltweit führenden Anbieter von Mobilfunk-Infrastruktur, hat sich zum Ziel gesetzt, dieses Reichweitenproblem zu lösen. Der Ansatz ist vielversprechend und basiert auf mehreren Komponenten: Neue Antennentechniken sollen die Signalstärke effektiver nutzen und eine bessere Abdeckung ermöglichen. Dazu kommen innovative Werkstoffe, die möglicherweise dazu beitragen, Signalverluste zu reduzieren. Ein drittes Element ist der Einsatz von künstlicher Intelligenz, um die Netzwerk-Steuerung zu optimieren, sodass das verfügbare Signal intelligenter genutzt wird.
Ein KI-gesteuertes System kann beispielsweise Funkleistung dynamisch an aktuelle Bedingungen anpassen, Interferenzen erkennen und Signalwege optimieren. Das ist besonders wertvoll, weil 6-GHz-Funkwellen sehr störanfällig sind und an vielen Hindernissen reflektiert oder absorbiert werden.
Für die Mobilfunk-Industrie und Netzbetreiber weltweit ist diese Entwicklung relevant. Ein funktionierendes 6-GHz-Netz mit akzeptabler Reichweite würde den Ausbau beschleunigen und Kunden mit deutlich schnelleren mobilen Breitband-Verbindungen versorgen. Besonders in Ländern, die derzeit 5G ausbauen, könnte 6-GHz der nächste logische Schritt sein. Allerdings sind solche Technologien noch nicht marktreif, und es braucht umfangreiche Tests, bevor sie in Produktionsnetzen eingesetzt werden können.
