SAP, eines der weltweit führenden Unternehmen im Bereich Business-Software, hat sich ehrgeizige Sparziele gesetzt, die unmittelbar mit der Nutzung von Künstlicher Intelligenz verknüpft sind. Das Unternehmen plant, in den kommenden zwei Jahren zwei Milliarden Euro einzusparen, indem es seine KI-Strategie optimiert.

Das Kern-Konzept dahinter ist elegant: Statt für alle KI-Aufgaben die teuersten und leistungsstärksten KI-Modelle zu nutzen, wird SAP künftig für jede spezifische Aufgabe das günstigste Modell wählen, das die erforderliche Qualität bietet. Dies ist möglich geworden, weil der Markt für KI-Dienste vielfältiger geworden ist. Neben den etablierten teuren Modellen gibt es nun auch qualitativ gute, aber preiswertere Alternativen.

Diese Strategie ist nicht neu im IT-Sektor, wird aber durch den KI-Boom erstmals im grossen Mass relevant. Ähnlich wie Unternehmen Transportkosten sparen, indem sie nicht immer die schnellsten Lieferketten nutzen, können Unternehmen bei KI-Kosten sparen, indem sie ihre Anforderungen granularer betrachten und dann die passende Lösung wählen.

Für SAPs Kunden könnte dies Vorteile haben. Wenn SAP seine Kosten senkt, könnte das auf die Preisgestaltung durchschlagen und Kunden entlasten. Umgekehrt könnte SAP auch die Ersparnisse in weitere Entwicklung und Innovationen investieren.

Diese Ankündigung ist auch ein Signal für den breiteren Markt: Die Zeiten, in denen nur die teuersten KI-Lösungen als "gut genug" galten, neigen sich dem Ende zu. Der Wettbewerb wird intensiver, und die Suche nach dem optimalen Preis-Leistungs-Verhältnis wird intensiver.

Für Nutzer von SAP-Systemen und für die IT-Industrie allgemein zeigt dies, dass Kostenbewusstsein und KI-Innovation nicht zwingend im Widerspruch stehen müssen.