Oracle ist eines der grössten Unternehmen für Enterprise-Software und Datenbanksysteme. Das Unternehmen betreibt weltweit Millionen von Datenbanken für Tausende von Unternehmen. Jetzt positioniert sich Oracle aggressiv im KI-Markt und hat auf seiner jährlichen AI-World-Konferenz mehrere neue KI-Services vorgestellt.
Das zentrale Angebot ist ein ChatGPT-Zugang, der direkt in Oracles Geschäftssoftware integriert ist. Damit können Mitarbeiter Fragen in natürlicher Sprache stellen und erhalten Antworten basierend auf Unternehmens-Datenbanken. Ein Beispiel: Ein Sales-Manager könnte fragen "Wie viele Aufträge habe ich im dritten Quartal in Deutschland abgeschlossen?" und würde die Antwort direkt aus dem ERP-System erhalten, ohne dass er komplizierte Abfragen schreiben müsste.
Dies ist ein grosser Produktivitäts-Gewinn. Derzeit müssen Mitarbeiter entweder selbst Datenbank-Abfragen schreiben (was technische Kenntnisse erfordert) oder mussten Anfragen an IT-Fachleute delegieren. Mit KI-gestütztem Zugang wird der Zugang zu Daten demokratisiert, auch weniger technische Mitarbeiter können sofort die Informationen finden, die sie brauchen.
Oracle hat auch weitere Dienste angekündigt: Eine Plattform zur schnelleren Entwicklung von KI-Anwendungen und einen spezialisierten Sicherheits-Dienst für KI-Systeme. Letzteres adressiert ein wichtiges Problem: KI-Systeme können Daten potenziell auf unerwartete Wege auslaufen, wenn sie nicht richtig konfiguriert sind.
Für KMU ist dies interessant, aber auch mit Vorsicht zu betrachten. Die neuen KI-Services brauchen zusätzliche Lizenzen und die Sicherheit muss korrekt konfiguriert werden, um Datenlecks zu verhindern. Andererseits können Unternehmen, die bereits Oracle-Datenbanken betreiben, damit schnell KI-Features einführen, ohne dass sie völlig neue Systeme aufbauen müssen.
