Mehrere europäische Verbände von Netzbetreibern und Telekommunikationsanbietern haben sich zur neuen Allianz DNA Europe zusammengetan. Zu den Gründungsmitgliedern gehören deutsche Organisationen wie Anga (Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten), Breko (Bundesverband Breitkomm) und VATM (Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten). Die Allianz wird auf europäischer Ebene als kohärente Interessenvertretung fungieren.

Das Hauptziel von DNA Europe ist es, Einfluss auf die europäische Digitalpolitik und Regulierung auszuüben. Die Netzbetreiber und Telekomdienstleister stehen vor zahlreichen Herausforderungen: regulatorische Anforderungen zur Netzinfrastruktur, Wettbewerbsdruck durch internationale Tech-Giganten, Investitionsanforderungen für 5G- und Glasfaser-Ausbauten sowie zunehmende Cybersecurity-Anforderungen. Durch die Bildung einer europäischen Allianz wollen diese Verbände eine stärkere Stimme bei der Politikgestaltung haben.

Die Allianz wird sich vermutlich auf Themen wie die Finanzierung und Regulierung von Breitbandausbau, Netzinvestitionen, digitale Souveränität, Cybersecurity-Standards und den Umgang mit ausländischen Konkurrenten konzentrieren. Dies ist insofern relevant, als dass die EU zunehmend restriktiver gegenüber Anbietern wie Huawei und anderen nicht-europäischen Playern wird.

Für KMU-Dienstleister ist diese Entwicklung indirekt von Bedeutung. Die Stellungnahmen und Positionen der Allianz beeinflussen langfristig die Netzinfrastruktur und die Verfügbarkeit von Internet-Services, auf die Dienstleister angewiesen sind. Auch Fragen der Cybersecurity-Regulation auf Infrastruktur-Ebene werden dadurch geprägt. Dienstleister sollten die Positionen dieser Organisationen verfolgen, um zu verstehen, wie sich die Regulierungslandschaft entwickeln wird und welche Chancen oder Herausforderungen sich ergeben könnten.