Viele Unternehmen sind in einem Dilemma: Ihre gewachsenen IT-Landschaften bestehen aus alten Systemen, die zwar funktionieren, aber teuer sind, schwer zu warten und für moderne Anforderungen schlecht geeignet. Die sogenannten Legacy-Systeme binden Ressourcen, die anderswo besser eingesetzt wären, und erhöhen die Sicherheitsrisiken. Gleichzeitig ist der Schritt zu moderneren Lösungen nicht einfach: Ein kompletter Austausch kostet Zeit und Geld, birgt Risiken für den laufenden Betrieb und kann zum Datenverlust führen.

Für dieses häufige Problem gibt es jedoch bewährte Strategien. Der erste Schritt ist eine ehrliche Bestandsaufnahme: Welche Systeme sind tatsächlich veraltet? Welche erfüllen noch ihren Zweck? Welche sind geschäftskritisch und können nicht einfach abgestellt werden? Anschliessend geht es um die richtige Entscheidungsfindung. Unternehmen sollten evaluieren, ob Einzelkomponenten modernisiert, schrittweise migriert oder komplett neu entwickelt werden sollen. Häufig ist ein Mix der beste Weg.

Ein bewährter Ansatz ist die schrittweise Migration. Statt alles auf einmal zu wechseln, wird ein System nach dem anderen oder ein Modul nach dem anderen erneuert. Das reduziert Risiken und verteilt die finanzielle Last über mehrere Jahre. Parallel sollten alte Systeme dokumentiert und ihre Abhängigkeiten kartographiert werden, um Überraschungen zu vermeiden.

Auch die Auswahl des richtigen Partners ist wichtig. Externe Dienstleister mit Erfahrung in Modernisierungsprojekten können nicht nur technisch helfen, sondern auch Managementrisiken entschärfen.

Für KMU ist dieses Thema besonders relevant. Oft fehlen interne IT-Spezialistinnen und Spezialisten, um grosse Projekte selbst zu stemmen. Ein strategischer Plan zur schrittweisen Modernisierung hilft, Kosten zu kontrollieren, die Sicherheit zu erhöhen und die IT langfristig zukunftsfähig zu machen.