Der Speichermarkt befindet sich in Turbulenzen: Die Preise für DRAM-Speicher sind nach Berechnungen von Gartner um das Fünffache gestiegen. Dieser dramatische Anstieg wirkt sich unmittelbar auf den gesamten PC-Markt aus. Die Konsequenz ist verheerend: Die Auslieferungszahlen von PCs sind auf das Niveau von Anfang 2023 gefallen, ein klares Zeichen dafür, dass Käufer bei derart hohen Preisen abwarten.

Der Mechanismus ist einfach: Speicherhersteller reagieren auf Engpässe und höhere Rohstoffkosten mit Preiserhöhungen. Diese Kosten geben die PC-Hersteller vollständig an die Konsumenten und Geschäftskunden weiter. Eine Grafikkarte, ein Laptop oder ein Desktop-Rechner kostet heute deutlich mehr als vor einigen Monaten, allein aufgrund der Speicherkomponenten. Kunden, die kein brandneues Gerät dringend brauchen, verschieben ihre Anschaffungen, was zu einem Rückgang bei den Auslieferungen führt.

Für Schweizer KMU und ihre IT-Dienstleister bedeutet dies mehrere Dinge: Erstens sollten Unternehmen, die Hardware-Upgrades oder Neubeschaffungen planen, diese überprüfen und eventuell zeitlich anpassen. Zweitens ist es sinnvoll, mit IT-Partnern zu klären, ob es Wege gibt, durch geschicktere Bestandsverwaltung oder alternative Angebote Kosten zu sparen. Drittens sollten Unternehmen ihre IT-Strategie diversifizieren und nicht nur auf lokale Hardware setzen, sondern auch Cloud-Lösungen in Betracht ziehen, wo die Hardware-Kostenvolatilität weniger problematisch ist. Langfristig dürfte dieser Preistrend irgendwann stabilisieren, aber bis dahin sollten KMU ihre Budgets entsprechend planen und flexible Beschaffungsstrategien verfolgen.