Apple kündigt an, dass iCloud-Publikationslinks (Public Links) künftig automatisch auf schädliche oder illegale Inhalte gescannt werden. Dies betrifft Fotos, Videos und Dateien, die Nutzer aus ihren privaten iCloud-Konten öffentlich teilen.
Die Funktion von iCloud Public Links ermöglicht es Nutzern, Inhalte selektiv zu teilen, ohne diese in den sozialen Medien hochzuladen oder E-Mails zu versenden. Ein Nutzer kann einfach einen Link generieren und diesen an Vertrauenspersonen senden. Dieser Link ist normalerweise privat und nur für die Empfänger zugänglich.
Mit der neuen Prüfung wird Apple diese Links analysieren und auf verbotene Inhalte oder Schadsoftware scannen. Dies geschieht im Hintergrund und betrifft vornehmlich Inhalte, die gegen die Nutzungsbedingungen oder lokale Gesetze verstossen.
Der Schritt ist Teil von Apples breiterer Initiative, illegale oder schädliche Inhalte auf seinen Plattformen zu reduzieren. Apple hat bereits ähnliche Systeme für iCloud Photo Library eingeführt. Diese neuerliche Expansion auf Public Links zeigt, dass Apple seine Scan-Infrastruktur erweitert.
Aus Datenschutzsicht ist dies umstritten, da selbst private iCloud-Shares nun gescannt werden. Für Geschäftskunden bedeutet dies, dass vertrauliche Dateifreigaben technisch gescannt werden könnten. Unternehmen sollten ihre Richtlinien überprüfen und ggfs. auf Alternative wie Nextcloud, Synology oder Microsoft OneDrive ausweichen, die mehr Kontrolle bieten. Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ist auf iCloud Public Links nicht verfügbar, was ebenfalls ein Datenschutzrisiko darstellt.
