Bei Tests von Laptops mit Nvidia RTX Spark (eine neue mobile GPU-Serie) wurde ein ungewöhnliches Performance-Problem unter Linux entdeckt: Die Systeme werden massiv langsamer, wenn das Stromkabel angeschlossen ist, während sie im Akkubetrieb deutlich schneller laufen. Dies ist kontraintuitiv und deutet auf ein grundsätzliches Problem bei der Leistungsoptimierung hin.

Die Ursache liegt vermutlich in einer fehlerhaften oder suboptimalen Power-Management-Strategie im Nvidia-Treiber für Linux. Im Akkubetrieb drosselt das System womöglich bewusst die Leistung zur Energieeinsparung, arbeitet dann aber tatsächlich effizienter. Bei Netzbetrieb aktiviert das System möglicherweise Drosselungsmechanismen oder Thermal-Limits, die unnötiger Weise aggressive sind.

Dies ist ein ernstzunehmendes Problem für Linux-Nutzer und Unternehmen, die auf offene Betriebssysteme setzen. Nvidia ist hierfür verantwortlich, da der Treiber diese Funktion steuert. Das Unternehmen sollte schnell einen behobenen Treiber bereitstellen.

Für KMU-IT-Manager bedeutet dies: Wenn Ihr Unternehmen Nvidia RTX Spark Laptops unter Linux einsetzt, müssen Sie auf ein Treiber-Update warten oder vorübergehend auf Akkubetrieb ausweichen. Dies ist ein Grund mehr, vor der Anschaffung von Hardware mit neuesten GPUs Tests durchzuführen, besonders wenn Linux im Einsatz ist. Nvidia trägt zwar Verantwortung für die Behebung, aber auch Unternehmen sollten ihre Hardware-Hersteller druck ausüben, dass Treiber stabil und performant sind.