Sicherheitsforscher haben gemeldet, dass Angreifer Schwachstellen in drei weit verbreiteten Softwareprodukten aktiv exploitieren. Dies ist ein ernsthaftes Zeichen, dass diese Lücken nicht länger nur theoretischer Natur sind, sondern dass bereits Angriffe in der Wildnis stattfinden. Die betroffenen Systeme sind Drupal, Ivanti Connect Secure und Synology-Geräte, welche in vielen Unternehmen eingesetzt werden.

Drupal ist eines der populärsten Open-Source-Content-Management-Systeme weltweit und wird für öffentliche und private Websites verwendet. Ivanti Connect Secure ist eine Remote-Access-Lösung, die in Unternehmensumgebungen für sichere Arbeit von unterwegs eingesetzt wird. Synology stellt NAS-Systeme her, die für Datenspeicher und Backups häufig verwendet werden. Alle drei Produkte haben kritische Rollen in IT-Infrastrukturen.

Die gemeldeten Schwachstellen reichen von älteren, längst bekannten Lücken in Betriebssystem-Versionen bis zu neueren Zero-Day-Lücken, die erst kürzlich entdeckt worden sind. Zero-Days sind besonders gefährlich, da Hersteller keine Zeit hatten, einen Patch zu entwickeln, und Benutzer daher nicht geschützt sind, bis ein Fix verfügbar ist.

Für KMU-Betreiber ist schnelles Handeln erforderlich. Zunächst sollte eine Bestandsaufnahme erfolgen: Welche dieser Produkte sind im Einsatz? Sind die eingesetzten Versionen von den gemeldeten Lücken betroffen? Dann müssen Patches oder Upgrades eingeplant werden. Für Drupal können Sicherheits-Updates über die Community-Kanäle bezogen werden. Ivanti sollte Fixes über ihren Support-Portal anbieten. Synology-Nutzer sollten die Security-Advisory des Herstellers konsultieren. Parallel dazu sollten Systeme überwacht werden, um mögliche Angriffe zu erkennen, insbesondere wenn ein Patch nicht sofort einfügbar ist. Ein strukturiertes Patch- und Vulnerability-Management ist daher nicht optional, sondern essentiell.